Anlagen zur VE-Wasseraufbereitung

Anlagen zur VE-Wasseraufbereitung

In fast allen Industriebetrieben wird VE-Wasser (Voll-Entsalztes Wasser; auch demineralisiertes bzw. deionisiertes Wasser genannt) mit sehr niedrigen Leitfähigkeitswerten in vielen Anwendungen und Prozessen benötigt. Je nach Rohwasserzusammensetzung ist die wirtschaftlichste Möglichkeit der Herstellung, Ihr Stadtwasser über Umkehrosmoseanlagen aufzubereiten. Der Große Vorteil zum Ionenaustauscher ist hierbei, dass kein zu behandelndes Abwasser anfallen und nahezu kein Chemikalienverbrauch vorhanden ist. Die Vorbehandlung des Stadtwassers zur Entfernung von Calcium und Magnesium kann außerdem entweder über eine Enthärtungsanlage (bei Anlagengrößen bis ca. 3.000 l/h) als auch über eine Dosierung mit Antiscalantmittel erfolgen. Bei weitergehenden Qualitätsanforderungen können weitere Stufen wie Mischbettharze, Druckerhöhungseinheit oder Sterilfilter nachgeschalten werden.

Sollten Sie sehr hohe Anforderungen an Ihr VE-Wasser haben, könnten unsere Anlagen zur Reinstwasseraufbereitung die richtige Alternative für Sie sein.

Einsatzgebiete:
  • Alle Branchen mit VE-Wasser-Bedarf
Der Nutzen auf einen Blick:
  • Betriebsinterne Herstellung von VE-Wasser aus Stadtwasser
  • Keine Abwasserbehandlung
  • Aufbereitung mit geringem bzw. komplett ohne Chemikalienverbrauch möglich
  • Gleichbleibend hohe Spülwasserqualität
  • Je nach Qualitätsanforderungen Leitfähigkeiten bis <1 µS/cm erzielbar

  • Anlagenleistung von 100 – 15.000 l/h möglich
  • Autarke Enthärtungsanlage oder Antiscalant-Dosierung zum Schutz der Membran
  • Einstufige oder Mehrstufige Anlagen je nach Anforderung an die Wasserqualität
  • Individuelle Auslegung je nach Rohwasser
  • Nachgeschaltete Mischbettpatrone für Leitfähigkeiten < 1 µS/cm (optional)
  • Reinstwasserbehälter mit Niveaumessung und Druckerhöhungsstation (optional)
  • Nachgeschalteter Partikel- oder Sterilfilter (optional)
  • UV-Entkeimung (optional)

  • Rückhalt von ca. 98% der vorhandenen Salze
  • Hoher Automatisierungsgrad
  • Kontinuierlich hohe Reinwasserqualität durch Leitfähigkeitsüberwachung
  • Einfache Bedienung und Funktionsweise
  • Geringe Betriebskosten
  • Keine gefährlichen Chemikalien notwendig
  • Keine Abwasserbehandlung
  • Rückhaltung auch von organischen Stoffen und Keimen
  • Geringer jährlicher Wartungsaufwand

  • Gestell in pulverbeschichtetem Stahl oder Edelstahlausführung möglich
  • Rohrleitungsmaterial von namenhaften Herstellern (GF) in den Ausführungen PVC-U, PVC-C, PP, PE, PVDF oder Edelstahl
  • Silikonfreie Ausführung möglich

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert die Herstellung von VE-Wasser mittels einer Umkehrosmose?

Das Stadtwasser wird mit großem Druck über eine nahezu undurchlässige Umkehrosmosemembran geführt, wobei die im Wasser enthaltenen Ionen als Konzentrat zurückbleiben. Das aufbereitete Wasser (Permeat genannt) hat in diesem ersten Schritt eine Leitfähigkeit von 5-10 µS/cm und kann nun bei Bedarf weiter mittels einer Mischbett-Ionenaustauscher-Patrone auf Leitfähigkeiten <0,1 µS/cm aufbereitet werden (Deionat). Der Entsalzungsgrad des VE-Wassers hängt dabei von den Anforderungen im benötigten Prozess ab.

Häufig wird das Stadtwasser vor der eigentlichen Umkehrosmose mittels einer Enthärtung von Magnesium- und Calcium-Ionen befreit, um eine Verblockung der Membran (Ausfällung von Carbonaten) zu verhindern und somit die Lebensdauer der Membran zu erhöhen. Eine andere Möglichkeit ist die Dosierung von einem Antiscalantmittel, welches ebenso die Ausfällung verhindern kann.

Was ist der Unterschied zu einer VE-Wasseraufbereitungsanlage mit Ionenaustauschern?

Im Falle von Ionenaustauschern werden die im Wasser enthaltenen Ionen von den Austauschern aufgenommen und somit aus dem Wasser abgetrennt. Um die Ionenaustauscher zu regenerieren, müssen die anhaftenden Ionen (z.B. Calcium und Magnesium) mit Säure bzw. Lauge vom Austauscher „heruntergespült“ werden. Das dabei entstehende Regenerat ist stark sauer bzw. alkalisch und muss anschließend in einer Abwasserreinigung behandelt werden, bevor es zur Kläranlage eingeleitet werden darf.

Im Gegensatz dazu trennt eine Umkehrosmose die ungewünschten Ionen aus dem Stadtwasser mechanisch über eine Membran ab. Dabei kann nur das reine Wasser die Membran passieren. Dadurch sind keine Chemikalien notwendig, wodurch die Abwasserbehandlung entfällt.

Woraus setzen sich die Betriebskosten für eine VE-Wasseraufbereitung mittels Umkehrosmose zusammen?

Die primären Betriebskosten der Anlage sind die Energiekosten. Diese sind jedoch im Vergleich zu den eingesparten Chemikalienkosten (die bei einer Anlage mit Ionenaustauschern anfällt) sehr gering. Außerdem entstehen geringe Chemikalienkosten für das Rückspülen der Membranen zur Verlängerung der Lebensdauer sowie durch die ggfs. vorhandene Antiscalantdosierung. Weitere Kosten stellen Wartungs- und Instandhaltungskosten dar.

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Zuletzt bearbeitet: 14.11.2019
Titel: Anlagen zur VE-Wasseraufbereitung

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