Selektive Ionenaustauscheranlagen zur Entfernung von Schwermetallen und PFOS

Selektive Ionenaustauscheranlagen zur Entfernung von Schwermetallen und PFOS

Selektive Ionenaustauscher kommen bei der Abwasserbehandlung zur Aufnahme von Schwermetallspuren z.B. hinter einer chemisch-physikalischen Abwasserbehandlung zum Einsatz. Dabei wird das Abwasser zuerst mittels Kiesfilter filtriert, um letzte partikuläre Verunreinigungen zu beseitigen und die Ionenaustauscher zu schützen. Anschließend werden die Schwermetallionen wie wie Chrom, Kupfer, Nickel oder Zink bis unter die Nachweisgrenze aus dem Abwasserstrom entfernt.

Eine weitere interessante und sehr sinnvolle Einsatzmöglichkeit von Ionenaustauschern in der Abwasserbehandlung ist die Entfernung von perflourierte Tenside (PFT), wozu unter anderem die beiden Substanzen Perfluoroctansäure (PFOA) und Perfluoroctansulfonat (PFOS) zählen, welche in der Industrie als Emulgator bzw. Imprägniermittel eingesetzt werden. Trotz des Verbots von PFOS im Jahre 2009 kommt es in manchen Betrieben auch heute noch zu Grenzwertüberschreitungen. Hier können Anionen-Ionenaustauscher am Ende der Abwasserbehandlung eingesetzt werden, um diese kritischen Stoffe sicher unter die Nachweisgrenze aus dem Abwasser zu entfernen.

Einsatzgebiete:
  • Entfernung von Schwermetallionen (Cr, Ni, Zn, Cu)
  • Entfernung von PFT wie PFOS oder PFOA
  • Einsatz im Anschluss an die betriebsinterne Abwasserreinigung zur sicheren Grenzwerteinhaltung
Der Nutzen auf einen Blick:
  • Sichere Einhaltung der Schwermetallgrenzwerte
  • Sichere Einhaltung der Grenzwerte an PFOS und PFOA
  • Einfacher Anschluss an bestehende Abwasserbehandlung
  • Externe Regeneration der Austauscherpatronen möglich

  • Standardmäßig als einstraßige Reihenschaltung von einem Feinfilter und zwei Selektivaustauscherpatronen
  • Stationäre Ausführung zur betriebsinternen Regeneration
  • Mobile Austauscherpatronen mit externer Regeneration bei uns im Haus möglich
  • pH-Messung in der Endkontrolle mit digitalem Schreiber

  • Einfacher Anschluss an bestehende Abwasserbehandlung
  • Sichere Einhaltung der Schwermetallgrenzwerte
  • Vorversuche bei uns im Haus
  • Geringer Platzbedarf

  • Gestelle aus pulverbeschichtetem Stahl
  • Rohrleitungsmaterial von namenhaften Herstellern (GF) in den Ausführungen PVC-U, PVC-C, PP, PE oder PVDF
  • Vorlagebehälter aus PP
  • Ionenaustauscherharze von namenhaften Herstellern (z.B. LANXESS)
  • Ionenaustauscherpatronen aus GFK mit PE-Inliner / Stahl gummiert

Bilder

Häufig gestellte Fragen

Wann wird diese Art der Abwasserbehandlung eingesetzt?

Die Behandlung von Industrieabwasser mit Selektivaustauscher ist dann erforderlich, wenn die Grenzwerte an kritischen Stoffen wie Schwermetallen nicht allein mit einer einfachen Abwasserbehandlung eingehalten werden kann. Dabei können die Selektivaustauscher sehr einfach an die bestehende Abwasseranlage angeschlossen werden.
Eine andere Einsatzmöglichkeit stellt die Entfernung von PFT wie PFOS oder PFOA darf, falls es für diese Stoffe zu Grenzwertüberschreitungen im Betrieb kommt.

Wie können die Selektivaustauscher regeneriert werden?

Es gibt zwei Möglichkeiten die Selektiv-Ionenaustauscher zu regenerieren. Falls bereits eine bestehende Abwasseranlage vorhanden ist, können die Austauscher an diese angeschlossen und regeneriert werden. Hierfür wird die Anlage mit einer stationären Regenerierstation betrieben.
Falls keine Abwasseranlage vorhanden ist, können die Selektivaustauscher jedoch auch extern regeneriert werden. Hierzu werden die Austauscher aus der Anlage ausgekoppelt und durch frisch regenerierte Austauscher ersetzt. Die Ionenaustauscher können dann z.B. durch unseren hauseigenen Regenerierservice für Sie regeneriert werden.

Was ist der Unterschied zum Einsatz von Ionenaustauscher zur Prozesswasseraufbereitung?

Im Gegensatz zur Prozesswasseraufbereitung, bei der möglichst alle Ionen entfernt werden sollen, um hochwertiges VE-Wasser für den Industrieprozess zur Verfügung zu stellen, ist die Zielsetzung bei Selektivaustauschern eine andere. Hier sollen möglichst nur die kritischen Ionen aus dem Abwasser entfernt werden, um die Grenzwerte zur Einleitung einzuhalten. Das behandelte Abwasser enthält am Ende nur noch Schadstoffe, welche gefahrenlos von der kommunalen Kläranlage behandelt und beseitigt werden können.

Zuletzt bearbeitet: 07.11.2019
Titel: Selektive Ionenaustauscheranlagen zur Entfernung von Schwermetallen und PFOS

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